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Lage: Ägypten (arab.
Misr) liegt im äußersten Nordosten von Afrika und erstreckt sich
vom Roten Meer und der Halbinsel Sinai im Osten über die
Arabische Felswüste und das Niltal bis in die Libysche Wüste im
Westen; den Norden begrenzt das Mittelmehr, den Süden der Sudan.
Es gliedert sich in Unterägypten (vom Mittelmeer bis Kairo),
Oberägypten (von Kairo bis Assuan)und Nubien (südlich von Assuan
bis Wadi Halfa).
Das Reiseziel
Ägypten, das seinen Namen vom altägyptischen ha-ka-ptah ( Haus
des Schutzgottes Ptah) herleitet, führt uns zu den Resten einer
versunkenden Hochkultur mit ihren Pyramiden, Tempeln und reich
ausgestatteten Grabanlagen. Daneben stehen die zierlichen
Minarette arabischen und osmanischen Stils im bizarren Gegensatz
zu modernenStadtvierteln.
Die
vorgeschichtlichen Reiche Ober- und Unterägyptens vereinigt
Pharao Menes (um 3000 v.Chr.) mit Memphis als Hauptstadt. Diese
„Alte Reich“ verfällt mit der 6. Dynastie um 2235 v. Chr. Ihm
folgt nach einer Zwischenzeit das „Mittlere Reich“ (2040-1650 v.
Chr.) und nach Vertreibung der eingefallenen vorderasiatischen
Hyksos das „Neue Reich“ (1554-1070 v. Chr., dessen bekanntesten
Herrscher Ramses II. (1292-1225 v.Chr.; 19. Dynastie), der
Zeitgenosse Mise, wird. Mittelpunkt sind Theben und Memphis. Vom
8. Bis zum 4. Jahrhundert sieht Ägypten nubische, assyrische und
persische Herren, bis es 332 v. Chr. Vom Alexander dem Großen
erobert wird. Seine Nachfolger, die Ptolemäer, machen das Land
nochmals zum hervorragendsten Staat am Mittelmehr, bis es mit
Kleopatras Tod 30 v. Chr. Zur römischen Provinz wird.
640 fällt Ägypten
den Arabern zu, und 1517 nehmen es die Türken für fast 400 Jahre
in Besitz; die tatsächliche Herrschaft üben aber
Mamluken-Sultane (Söldnerführer) aus, deren Macht Napoleon 1798
bricht. 1841 begründet der türkische Pascha Mohammed Ali die
letzte Dynastie. Der Bau des Sueskanals (1859-69) verstärkt den
Einfluß der 05t der Bestung Ägyptens 1882 durch England seinen
Höhepunkt findet.
1922-53 ist
Ägypten nominell ein unabhängiges Königreich und seither eine
Republik, die sich 1958 mit syrien zur „Vereinigten Arabischen
Republik“ verbindet. Der Bund wurde 1961 gelöst; der Staat trägt
jetzt den Namen „Arabische Republik Ägypten“, er stellt eine der
bestimmenden Kräfte im Vorderen orient dar.
Die altägyptische
Relegion läßt Lokalgottheiten zu Großgöttern werden, wie Ptah
von Memphis und amun von Theben.
Diese wurden seit
dem „Mittleren Reich“ mit dem Sonnengott Re identifiziert und so
zum Reichsgott. Daneben gab es u.a. Hathor (Göttin der Freude),
Anubis (Totengott) und Thoth (Gott der Wissenschaft).
Im „Neuen Reich“
gewannen Osiris (Vegetationsgott, später Totengott) und die
Muttergöttin Isis großes Ansehen derenSohn Horus (Sonnengott)
der Schutzpatron der Pharaonen war. Amenophis IV. (Echnaton;
1375-1358 v.Chr.), der Gatte Nofretetes, versuchte einen
Eingottglaube (Aton) einzuführen.
Die bildende
Kunst Altägyptens bestimmt durch drei Jahrtausende ein Sinn für
Ordnung und Monumentalität. Der älteren Periode gehören die
Pyramiden von Gisa und Sakkára als Grabanlagen von Pharaonen an.
Die höchste Blüte tritt im 2NeuenReich“ ein: mächtige
Tempelanlagen (Karnak, Luxor, Philae) mit gewaltigen Tortürmen
(Pylonen), Alleen von Widdern und Sphingen, riesige Sitzbilder
von Königen und bis 30 Meter hohe Oberlisken sowie Felsgräber
(Theben) und Grottentempel (Abu Simbel) zeugen davon. Plastik
und Malerei vor allem in Verbindung mit Tempeln und Gräbern (als
Wanderschmuck) sind im „Alten Reich“ noch sehr realistisch,
werden aber später meist steif und schematisch.
Das Klima
Ägyptens ist durch Niederschlagsarmut, milde Winter und
trockenheißer Sommer gekennzeichnet. 95% des Landes sind
unfruchtbar: Kulturlandsind nur die 3 bis 20km breite Flußoase
des beim Viktoriasee (Ostafrika) entspringenden, 6500km langen
Nils und die kleinen Oasen westlich davon. Vor allem der große
Staudamm Sadd el-Ali bei Assuán regelt die Bewässerung. Es sind
aber auch noch Pumpwerke oder alte Schöpfräder in Betrieb.
Wirtschaftsgrundlage ist der Ackerbau., sein wichtigstes
Erzeugnis die Baumwolle (70% der Ausfuhr); daneben werden Weizen
und Zuckerrohr, im Nildelta auch Reis angebaut. Arbeitstier ist
der Büffel, Last- und Reitertier der Esel, in Wüstengegenden
auch das Kamel. An Bodenschätzen gibt es Eisen, Phosphate und
Erdöl. Die Industrie ist im Ausbau.
Reisewege:
Fluglineien über Frankfurt am Main- Wien- Rom- Athen nach Kairo
(ca.6Std.). Mit dem Schiff von Genua oder Venedig über Piräus
nach Alexandrien oder Port Said (rund 3 Tage).
Stattsform: Die
Arabische Republik Ägypten (Al-Gumhurijja al-Aesetz rabijja
al-Misrijja) ist eine präsidiale Republik. Ihre Gesetzgebung
obliegt einer auf fünf Jahren gewälten Volksversammlung.
Bevölkerung: Die
Einwohner, die fast zu 95% in der Niloase leben, sind in den
Städten meist abaischer oder türkischer Herkunft, während die
Landbevölkerung (Fellachen) noch stark den alten Ägyptern
ähneln; die rassisch reinsten Abkömmlinge Altägyptens sind die
in Oberägypten heimischen Kopten. Minderheiten bilden Sudanesen,
Levantiner und eine kleine Gruppe Europäer (Griechen, taliener).
Rund 93% der Bevölkerung bekennen sich zum Islam (sunnitischer
Richtung); unter dem Rest stellen die christlichen Kopten,
Angehörige einer monophystitischen Kirche, mit 6,8% due größte
Gruppe. Die Landessprache ist das (West-Arabische. Englisch wird
in den Hotels, Restaurants und großten Geschäften verstanden,
Französisch nur selten.
Verkehrseinrichtungen: Fast alle wichtigen Routen in Ägypten
kann man mit der ägyptischen Staatsbahn befahren, die auch
kombinierte „Schlafwagen-Hotel-Karten“ bietet; die erste Klasse
hat Klimaanlage. Die nationale Fluggesellschaft „Egypt Air“
verbindet Kairo mit Alexandrien, Marsa Matrúh, Port Said, Luxor
und Assuán. Linienautobusse befahren Unterägypten. Eine Fahrt
mit dem Nildampfer (Assiút-Assuán) empfiehlt sich. Mietwagen und
Taxis.
Der gute Ton:
Vergessen Sie nicht, vor dem Betreten einer Moschee die Schuhe
ausziehen. Fotografieren während der Gebete zeugt von wenig
Ehrfurcht; fotografiert man Bettler etc., sollte man ein
Bakschisch geben.
Feiertage:
Der Freitag ist offizieller Feiertag. Neben den staatlichen
Festtagen 22. Februar, 25. April, 1 Mai, 18. Juni, 23. Juli, 6.
Oktober, 24 Oktober, 23. Dezember und
Viel Spass bei
Ihrem nächsten Urlaub wünscht Ihnen Ihr Team von
reiseknaller.com
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